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Ein Ort der Lebensfreude

Das Palliativ Cafe in Leoben entstand aus einem Projekt des Mobilen Palliativteams mit Unterstützung des Hospizteams Leoben. Die Initiatorin Doris Marek wollte mit ihrer Idee Schwerkranken und deren Angehörigen die Möglichkeit geben, abseits von Krankenhaus und oft anstrengenden Therapien ein Stück Normalität zu erleben. Es ist ihr gelungen.

 

 Spannender Anfang
2011 übernahm Doris Marek den Job als Koordinatorin des Mobilen Palliativteam Leoben. Anfang des Jahres 2013 schlug Ihr die Pflegedienstleiterin vor, das Projekt „Palliativ Cafe“ zu planen und umzusetzen. Das Konzept wurde über ein Projektteam erstellt und erarbeitet. Nach Ideen musste sie nicht lange suchen. „Ich wollte weg vom Krankenhaus“ erzählt sie, „denn davon haben Palliativpatienten und auch deren Angehörige wahrlich genug. Es sollte ein Ort der entspannten Begegnung sein, mit Gelegenheit zu Gesprächen, aber auch zum Lachen und zum fröhlich sein. Eine Location in Leoben war bald gefunden, im November 2013 öffnete das Palliativ Cafe erstmals  seine Pforten.

Vielfältiges Angebot
Von Beginn an gab es bei den vierteljährlichen Treffen ein fixes Programm. Vorträge zu sorgfältig ausgewählten Themen wie Aromapflege, Homöopathie oder Kinästhetik wechseln mit Informationsnachmittagen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder auch zur Steuererklärung und zum Pflegegeld. Gemeinsames Basteln und Musik runden das Programm ab.  „Es wird viel gelacht und die Klinikclowns sind bei uns gern gesehene Gäste. Es gibt aber auch Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit einem Seelsorger und die Möglichkeit, an einer Trauergruppe teilzunehmen“ berichtet Marek. Was als Experiment begann ist heute eine fixe Einrichtung, die BesucherInnen zahlreich. „Immer wieder kommen auch Angehörige schon verstorbener PatientInnen weiterhin zu unseren Treffen. Gespräche mit Menschen, die Ähnliches durchgemacht haben helfen oft und die gewohnte Umgebung vermittelt ein Stück Geborgenheit“ so Marek.

v.li. Yvonne Kneißl, Ulrike Klettner, Siegmar Kaiser, Doris Marek

Gelebtes Miteinander
Die Basis für den Erfolg haben Palliativ- und Hospizteam gemeinsam gelegt. Auch im Pflegealltag arbeiten sie intensiv zusammen. Zum Nutzen aller Beteiligten, wie Doris Marek findet. „Das Palliativteam ist vor allem für pflegerische und medizinische Maßnahmen zuständig. Aber unsere Zeit ist begrenzt. Da unterstützen uns die ehrenamtlichen ospizmitarbeiterInnen   HmmvbmvHospizmitarbeiterInnen. Sie bringen Regelmäßigkeit in den Patientenalltag, schenken Zeit, übernehmen auch alltägliche Tätigkeiten wie einkaufen, vorlesen oder einfach spazieren gehen. Und sie entlasten vor allem auch die Angehörigen durch ihr da sein. Dadurch leisten sie einen wertvollen Beitrag um den betroffenen Familien in einer schweren Zeit ein Stück mehr Lebensqualität zu geben.

Gaby Valentinitsch

 

Kontakt: Mobiles Palliativteam Leoben, Doris Marek
Tel.: 03842 401 28 48
Email: palliativ@lkh-leoben.at

Hospizteam Leoben, Siegmar Kaiser
Tel.: 0664 87 08 808
Email: leoben@hospiz-stmk.at