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Österreichischer Palliativkongress in Bregenz 2017

Der Weg nach Bregenz ist zwar etwas weit, eine Teilnahme am Österreichischen Palliativkongress lohnt sich aber allemal. Nicht nur wegen des am Eröffnungstag stattfindenden „Symposiums für ehrenamtliche MitarbeiterInnen“, das vom Dachverband Hospiz Österreich organisiert wird. 280 Ehrenamtliche haben diesmal daran teilgenommen, was von der Österreichischen Palliativgesellschaft als wichtiges Zeichen von Verbundenheit und Zusammenarbeit gesehen wird.

Kontroversen in Palliative Care
„Der entscheidende Qualitätsfaktor gelingender Palliativbetreuung ist eine gut funktionierende Teamarbeit“, hieß es im Vorwort des Kongressprogrammes. In diesem Sinne wurde auch das Kongressprogramm gestaltet. Es sollte „ein Produkt bester multiprofessioneller und interdisziplinärer Zusammenarbeit“ sein. Entsprechend breit gefächert war das Angebot.

Viele Highlights
Eines der Hauptthemen: der Schmerz. Er wurde von unterschiedlichen und vielfältigen Seiten beleuchtet: Ängste als Verstärker der Schmerzen, Schmerzen als Komplex biologischer, seelischer, sozialer, existentieller und spiritueller Elemente. Auch die Auswirkungen auf Angehörige und Begleitende wurden erörtert und praktikable Unterstützungen aufgezeigt.

Die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit und die vielfältigen Aufgaben sozialarbeiterischer Tätigkeit wurden in den Themenbereichen Vorsorgedialog, internationale Entwicklung der vorausschauenden Planung für das Lebensende (Advanced Care Planning – ACP), Rituale am Lebensende, Differenzierungen und Grenzen in der Spiritual Care behandelt.

Wie immer bei Tagungen von PalliativmedizinerInnen nahm auch das Thema „Assistierter Suizid“ breiten Raum ein. Erfahrungsberichte zu diesem Thema aus der Schweiz und aus den Niederlanden zeigten auch die unterschiedlichen rechtlichen Voraussetzungen und in Österreich vorgesehene Unterstützungen auf. Dem Thema „Sterbebegleitung statt Sterbehilfe“ war ein Vortrags- und Diskussionsabend gewidmet, in dem ohne die oft üblichen Statements und Floskeln in offener und ehrlicher Form diskutiert wurde.

Lachen erlaubt

 

 

 

 

 

 

 

Bei so vielen ernsten Inhalten ist Lachen zwischendurch besonders wichtig. Das zeigte sich schon im Rahmen der Eröffnung mit Kabarettistin Gabriele Fleisch zum Thema „Lachen Sie ruhig, mir ist todernst“. Einige Referenten garnierten ihre Vorträge auch mit Karikaturen.
http://www.palliativ.at/kongress-2017/kongressnachlese-2017

Paula Glaser