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HospizbotschafterIn sein

Eine neue Sterbekultur: Das bedeutet in erster Linie natürlich die konsequente Weiterentwicklung guter Voraussetzungen für die landesweite ehrenamtliche Hospizbetreuung. Die Betreuungsarbeit lehrt uns aber, dass hinter dem Leid, dem wir entgegen wirken, auch ein unseliger Zeitgeist steht. Nämlich die kollektive Verdrängung der Vergänglichkeit unseres Lebens und der Tatsache, dass sich jeder Mensch früher oder später ganz persönlich mit den Gegebenheiten am Ende seiner Tage auseinandersetzen muss. Und was ihm unvorbereitet, quasi aus heiterem Himmel, widerfährt, schlägt doppelt schmerzhafte Wunden. Daraus entspringt konsequenterweise eine weitere Aufgabe für die Hospizbewegung. Sie hat ja die Erfahrung mit den Problemen aber auch mit den kultivierbaren Werten an der Schwelle des Todes, die der Allgemeinheit verloren gegangen sind. Sie ist daher befähigt und herausgefordert, ihre Botschaft weiterzugeben – und zwar so lange, bis sie von allen zumindest gehört und von möglichst vielen verstanden wurde.

Die Hospizbotschaft soll Tabus brechen und den Zeitgeist ändern. Dann wird auch eine neue Gesprächskultur zum Thema entstehen. Alle sollen wissen, wohin sie sich vertrauensvoll wenden können, wenn sie betroffen sind. Alle sollen wissen, wie sie sich selbst schon in gesunden Tagen in die Hospizgemeinschaft einbringen können. Menschen, die sich – freiwillig und aus voller Überzeugung – persönlich für die Hospizidee engagieren, sind „HospizbotschafterInnen“.

Die Hospizbotschaft

Ein Leben lang: Ein Engagement des Herzens ist zeitlich nicht zu begrenzen. Deshalb beginnt die Aufgabe des/der Hospizbotschafters/in mit seiner Ernennung und endet mit dem Tod.

Verbreiten der Hospizbotschaft: HospizbotschafterInnen treten öffentlich für die Hospizidee ein. Sie tragen Kraft ihrer Persönlichkeit dazu bei, dass Sterben kein gesellschaftliches Tabu mehr ist und wecken dadurch mehr Verständnis und gewinnen zusätzliche Unterstützung für die Hospizbewegung.

Die HospizbotschafterInnen

Dr. Gerhard Fabisch (Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse) wurde am 18. Dezember 2009 erster steirischer Hospizbotschafter
Anna Maria Fischer (Schülerin, Jugendsprecherin des Hospizvereins)
Dr. Günter Geyer (Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, Vermögensverwaltung-Vienna Insurance Group)
Waltraud Klanfar (Künstlerin)
Mag. Barbara Muhr (Vorstandsdirektorin Holding Graz)
Josef Prasser (ehemaliger Geschäftsführer von Styria Print)
Maria Santner (Prokuristin der Anton Paar GmbH)
Josef Zotter (Inhaber und Geschäftsführer Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH)

Ehrenmitglieder des steirischen Hospizvereins

Prof. Dr. Karl Harnoncourt
Dr. Erika Horn (✝)