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Hospiz macht Schule

Große Fragen. Mitten im Klassenzimmer.

Wenn große Lebensfragen in die Klasse kommen, wird es anders als sonst. Es darf bewegt sein, leise, wütend, traurig und sogar mit einem Lächeln – alle Gefühle haben Platz.
Wir sprechen über das, worüber oft geschwiegen wird: Verluste, Tod, Sterben, Abschied und Trauer. Themen, die zum Leben gehören – und doch in der Gesellschaft gern an den Rand gedrängt werden.
Gerade Kinder und Jugendliche spüren genau, wenn etwas „nicht gesagt werden darf“. Das verunsichert. Fantasien, Ängste und Sprachlosigkeit entstehen.

Hospiz macht Schule schafft einen geschützten Raum. Einen Ort, an dem Fragen gestellt werden dürfen, an dem Gefühle gezeigt werden dürfen, und ehrliche Antworten möglich sind.

Worum es geht

Wir holen Tod und Verlust aus der Tabuzone – behutsam, altersgerecht und mit viel Erfahrung.

Die Kinder und Jugendlichen sind nicht nur Zuhörer*innen, sondern Mitgestaltende. Sie bringen ihre Gedanken, ihre Fragen und ihre Bilder vom Leben und vom Abschied ein.

Am Ende steht kein fertiges Wissen, sondern ein gewachsener Zugang:

  • Tod, Sterben und Trauer als Teil des Lebens verstehen
  • Verlusterfahrungen in die eigene Lebensgeschichte einordnen
  • Sicherheit im Umgang mit schwierigen Gefühlen gewinnen
  • Empathie und soziale Kompetenz stärken
  • Achtsamkeit im Umgang mit trauernden Menschen entwickeln

Für wen ist das Projekt?

Das Angebot richtet sich an Institutionen und deren Kinder und Jugendliche vom Volksschulalter bis in die Oberstufe. 

Wie wir arbeiten

Erfahrene, speziell geschulte Hospizmitarbeiter*innen kommen direkt in die Klassen.
Wir arbeiten mit Freude, Methodenvielfalt, Kreativität und viel Raum für persönlichen Austausch.

Inhalte sind unter anderem:

  • Eigene Erfahrungen mit Abschied, Trennung und Verlust (z. B. Scheidung, Umzug, Freundschaft, Liebeskummer, Todesfall)
  • Was passiert beim Sterben?
  • Wie trauern Menschen – und wie kann Begleitung aussehen?
  • Ressourcen stärken im Umgang mit Abschieden
  • Altersgerechte Vertiefung zu Themen wie Patient:innenverfügung oder ethische Fragestellungen
  • Kritischer Blick auf Medienbilder von Tod und Sterben
  • Tod in Kunst, Kultur- und Geistesgeschichte
  • Todesbilder im Wandel der Zeit
  • Kreative und künstlerische Auseinandersetzung

Unsere Ziele

  • Resilienz fördern: Kinder und Jugendliche im Umgang mit unterschiedlichsten Verlusterlebnissen stärken.
  • Angstfrei begegnen: Ermutigung zu einem offenen, empathischen Umgang mit Abschied und Trauer.
  • Kompetenz stärken: Motivation, mit Interesse auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen einzugehen.
  • Klassengemeinschaft festigen: Das Projekt verbessert nachhaltig das Miteinander und das soziale Klima in der Gruppe.

Hospiz macht Schule bedeutet:
Nicht „schwere Kost“, sondern ehrliche Begegnung.
Nicht Angst machen, sondern Orientierung geben.
Nicht belehren, sondern begleiten.

Damit junge Menschen erfahren:
Über das Leben – und über sein Ende – darf gesprochen werden – leise, laut, wütend, traurig oder fröhlich.

Haben Sie Fragen zum Ablauf?

Wir beraten Sie gerne persönlich darüber, wie wir das Projekt individuell an Ihre Altersgruppe anpassen können.

Kontakt

Karin Malle-Suppan
E-Mail: hospizmachtschule@hospiz-stmk.at
Telefon: 0676 3325112

Hospiz macht Schule - Infofolder

pdf, 3MB

Weitere Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familie

Eine Übersicht über unsere Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familie finden Sie in diesem Info-FlyerFlyer_HV-Angebote für Kinder