Hospiz und Palliative Care
in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause
(HPC mobil)
Viele Menschen antworten auf die Frage, wo sie gerne einmal sterben möchten, mit:
„Zu Hause!“
So wie Frau Anna, die Protagonistin des Kurzfilms „Mutmacher“, zu dem wir Sie gerne einladen möchten. Nehmen Sie sich nur ein paar Minuten Zeit! Es lohnt sich!
„Mutmacher für ein Sterben zu Hause“ – Kurzfassung mit Untertiteln (1:57 min.)
„Mutmacher für ein Sterben zu Hause“ – Langfassung (3:47 min.)
Ein Versterben zu Hause benötigt in den Monaten zuvor meist eine umfassende Betreuung und Begleitung. Neben pflegenden Angehörigen sind es oft die Mitarbeiter/innen der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause, die Patient/innen jeden Alters versorgen, oft allein vor Ort schwierige Entscheidungen treffen müssen, Ansprechpartner/innen für Nöte und Ängste aller Beteiligten sind und manchmal zwischen den Zeilen lesen müssen, was sich Menschen für ihre ganz letzte Lebenszeit wünschen … wenn es dann einmal so weit sein wird!
Es braucht Wissen, Erfahrung und die Möglichkeit des Austausches zu den Themen Sterben und Tod, zu Hospiz und Palliative Care, damit die Betreuenden und Pflegenden in einer Haltung der Achtsamkeit und Fürsorge die Betreuung und Pflege leisten können.
Seit 2019 arbeiten der Hospizverein Steiermark (Prozessverantwortlicher), Volkshilfe Steiermark, das Rote Kreuz Steiermark und der Sozialmedizinische Pflegedienst Steiermark genau an dieser Unterstützung für Mitarbeitende in der mobilen Pflege und Betreuung. Ursprünglich initiiert und begleitet vom Dachverband Hospiz Österreich und dem Fonds Gesundes Österreich (2019-2022) wurde HPC mobil mittlerweile zu einer fixen Einrichtung des Gesundheitsbereiches – unterstützt vom Land Steiermark.
Die Hauptziele des Projektes „HPC mobil“ sind:
1.) Hospizkultur und Palliative Care durch einen begleitenden Organisationsentwicklungsprozess noch stärker und nachhaltiger in den Abläufen der einzelnen Organisationen verankern,
2.) die Mitarbeiter/innen der mobilen Pflege und Betreuung durch Schulungen (nach dem Curriculum des Dachverbands Hospiz Österreich), Refresher, Aufbaumodule für verschiedene Berufsgruppen und einem e-Learning-Modul in ihren Kompetenzen stärken,
Weitere Ziele sind:
- Verbesserung der Zusammenarbeit mit allen in der Betreuung Tätigen (Angehörige und Vertrauenspersonen, Allgemeinmediziner/innen, in Mobilen Palliativteams, in ehrenamtlichen Hospizteams, in Rettung und Krankenhäusern)
- Umsetzung von vorausschauender Planung gemeinsam mit allen Beteiligten
- Information, Austausch und Planung von gemeinsamen Strategien mit politischen Entscheidungsträgern und Fördergebern
… damit ein Sterben zu Hause für alle, die sich das wünschen, möglich gemacht wird!
Für weitere Informationen zu „HPC mobil“ wenden Sie sich bitte an:
Leiterin HPC mobil:
Karin Oblak
Tel: 0664 / 466 81 04
hpc-mobil@hospiz-stmk.at
Aktuelle Einblicke
An dieser Stelle möchten wir Ihnen immer wieder Einblick in das laufende Projekt
„HPC mobil“ geben. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden – mit Erfahrungen, Meinungen und Statements von Mitwirkenden.
„Ich danke nochmal allen Teilnehmern unseres ersten Workshops. Es ist schön, wenn ihr den Hospiz-Gedanken weitertragt und ihn in die tägliche Arbeit in der mobilen Pflege integriert, die zu betreuenden Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt und ihnen dabei helft, den Alltag dadurch leichter und menschlicher zu machen.“
Christa Windhaber, DGKP, Moderatorin der HPC mobil MitarbeiterInnen-Workshops
„Ich blicke sehr dankbar auf die Erfahrung als Trainerin auf den ersten Workshop vom 8.-10.9.2020 von Caritas und SMP zurück. Dankbar bin ich auch dafür, dass hier ein Thema angegangen wird, welches scheinbar in unseren Berufsalltag wie selbstverständlich gehört, welches aber zutiefst berührt und hier Sprache und Stimme bekommt.“
Veronika Reuscher, BEd, Moderatorin der HPC mobil MitarbeiterInnen-Workshops
Veranstaltungen
Folder zur Fachtagung HPC 2025-10-23
Donnerstag, 23. 10. 2025, 9 – 17 Uhr
Bildungshaus Steiermarkhof
80 Prozent der Menschen sterben in der Grundversorgung in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder Zuhause. Die Begleitung dieser Menschen und ihrer An- und Zugehörigen erfordert von den Betreuenden hohe
fachliche Kompetenz. Bei dieser Fachtagung wollen wir speziell die Bedürfnisse von alten Menschen in den Mittelpunkt stellen.
Palliative Geriatrie baut die Brücke zwischen Geriatrie und Palliative Care mit dem Ziel, alten und hochbetagten Menschen ein selbstbestimmtes Leben und Sterben zu ermöglichen.