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Hospizverein Steiermark
Wir sind da - im Dezember 2024
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Liebe Hospiz-Familie!
Der letzte Newsletter für das heurige Jahr ist da. Wir beliefern Sie auch dieses Mal wieder mit Neuigkeiten, Informationen und Wissenswertem rund um den Hospizverein Steiermark und geben Einblick in die so wertvolle Arbeit unserer Ehrenamtlichen. Bleiben Sie uns auch im neuen Jahr gewogen und abonnieren und teilen Sie unseren Newsletter weiterhin, damit die Hospizidee möglichst viele Menschen erreicht. Ihr Newsletter-Team
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Unsere Themen heute: • „Ich lasse zumindest einen Witz zurück“ • Ein Licht geht um die Welt • Neue Gedenkstätte für Sternenkinder in Liezen • Hohe Auszeichnungen des Landes • Kleines Stück Glück • Danke für Ihre Unterstützung und frohe Weihnachten!
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"Ich lasse zumindest einen Witz zurück"
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„Ich schalte den Alltag weg, gehe auf die Station rauf und lese mich zunächst einmal in den Patienten ein. Dann gehe ich ins Zimmer. Schaue. Spüre. Ich habe sofort gemerkt, dass der Mann sehr bedrückt ist. Er weinte, unterdrückte es, weinte wieder. Er wolle Weihnachtslieder hören, sagte er mir. Ich habe ihm vorgesungen. Dabei ist er ganz ruhig geworden“, erzählt Christine, eine der Ehrenamtlichen auf der neuen Palliativstation im Landeskrankenhaus Deutschlandsberg.
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Auf einer Palliativstation, sind sich die Hospizbegleiterinnen einig, müsse man ganz schnell auf den Punkt kommen. Es geht um den Moment, die jeweilige Stunde. Beim nächsten Mal ist der Patient oder die Patientin vielleicht schon nicht mehr da. Und es brauche auch ganz besonderes Fingerspitzengefühl. Auch dahingehend zu erkennen, dass jemand momentan keine Begleitung will. „Wenn ich merke, jemand möchte meine Anwesenheit gerade nicht, dann lasse ich aber zumindest einen Witz zurück“, zieht sich Hospizbegleiterin Maria dann eben respekt- und humorvoll zurück. Interessante und berührende Einblicke in die Arbeit der Ehrenamtlichen und in die Besonderheiten dieser hochmodernen Pallitativstation gibt es hier.
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Ein Licht geht um die Welt
Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren betroffene Familien auf der ganzen Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster – zum Gedenken an verstorbene Kinder, Geschwister und Enkel. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet. So geht eine Lichterwelle 24 Stunden um die ganze Welt. Jedes Licht im Fenster steht für ein Kind, das verstorben ist, und für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. In der Steiermark gibt es rund um diesen Tag zudem eine Reihe von Veranstaltungen, wie Wortgottesdienste für Sternenkinder, ökumenische Gedenkfeiern, überkonfessionelle Andachten und Lichtermärsche zu Sternenkinder-Gedenkstätten. Der Hospizverein Steiermark unterstützt Betroffene rund um das Thema „Sternenkinder“ übrigens über die Plattform „Wenn Lebensanfang und Lebensende zusammenfallen“. Sie versteht sich als Drehscheibe zur Beratung und Information, etwa wenn es um die Organisation der Gedenkfeier und Beisetzung von stillgeborenen Kindern geht oder um die Begleitung betroffener Eltern durch ehrenamtliche HospizmitarbeiterInnen.
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Neue Sternenkinder-Gedenkstätte in Liezen
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„Ich habe bei meinen Begleitungen immer wieder gemerkt, wie sehr Menschen, die Kinder verloren haben, darunter leiden, dass es für sie keinen öffentlichen Platz gibt, wo sie ihrer gedenken, wo sie trauern können“, erklärt Christine Rainer, Leiterin des Hospizteams Liezen und Umgebung, ihre Motivation, sich für eine Sternenkinder-Gedenkstätte stark zu machen. Jetzt ist es soweit:
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Am Sonntag, 8. Dezember, also genau am internationalen Candle-Lighting-Day, wird die Gedenkstätte am Friedhof in Liezen seiner Bestimmung übergeben. An der überkonfessionellen Feier um 17 Uhr werden evangelisch-katholische Vertreter ebenso beteiligt sein wie der Imam von Liezen. Ermöglicht wurde die Sternenkinder-Gedenkstätte durch zahlreiche Sponsoren und Spenden. Es hat auch eine Bausteinaktion gegeben, für die die Teammitglieder 600 Glückswürmchen gehäkelt und verkauft haben. „Sie waren der absolute Renner!“, freut sich Rainer, dass sich das Engagement gelohnt hat und mit der Feier seinen krönenden Höhepunkt findet.
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Kleines Stück Glück
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Alle Jahre wieder sorgt eine kleine Geste für ganz große Freude! Wenn rund um Allerheiligen traditionelle Allerheiligenstriezel an Ehrenamtliche und Menschen in ihrer letzten Lebensphase verteilt werden, dann sind damit immer auch ganz viele herzerwärmende Erlebnisse verbunden. Denn oftmals ist der Striezel weit mehr als ein kulinarischer Genuss. Er ist auch willkommene Erinnerung - an Zeiten, in denen vielleicht selber ein solcher Striezel gebacken wurde. An Zeiten, wo man gemeinsam im Kreise der Familie solche Striezel gegessen hat. Und manchmal ist der Hospiz-Striezel auch ein letztes Stück Glück. Ein großes Danke an Christoph Holzer von SPAR, der jährlich 400 Allerheiligenstriezel für den Hospizverein zur Verfügung stellt.
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Hohe Auszeichnungen des Landes
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Ehre, wem Ehre gebührt! Für ihr langjähriges und engagiertes Dasein für den Hospizverein Steiermark wurde Ehrenobfrau Trautgundis Kaiba mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Steiermark ausgezeichnet; Ruth Mayer, Leiterin des Hospizteams St. Stefan/Stainz, und Roswitha Fraiss, Teamleiterin im Mürztal, erhielten jeweils das Goldene Ehrenzeichen.
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Trautgundis Kaiba war im Jahr 1993 maßgeblich an der Gründung des Hospizvereins Steiermark beteiligt. Mehr als drei Jahrzehnte war sie mit hohem Engagement und großem Herz ehrenamtlich und unermüdlich im Einsatz. So hat die Medizinerin, die bis zu ihrer Pensionierung Oberärztin im Lungenkrankenhaus Enzenbach war, etwa in hunderten Vorträgen Menschen den Hospizgedanken nähergebracht und die Weiterentwicklung von Hospiz und Palliative Care vorangetrieben. „Es war so unbeschreiblich schön, feierlich, wertschätzend und erfüllend, dass ich immer wieder Tränen in den Augen hatte“, beschreibt Ruth Mayer den Festakt in der Aula der Alten Universität in Graz. Sie sieht das ihr verliehene Goldene Ehrenzeichen auch als Unterstützung dabei, die Bedeutung und Leistung der Hospizarbeit noch sichtbarer zu machen.
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Für Roswitha Fraiss ist ihre Auszeichnung nicht zuletzt auch eine Bestätigung dafür, „wohl Vieles richtig gemacht zu haben.“ Und sie betont: „Das Goldene Ehrenzeichen bekommen zu haben, erfüllt mich mit Stolz. Wenngleich ich betonen möchte, dass es dem gesamten Team gehört.“
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Danke für Ihre Unterstützung und frohe Weihnachten!
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Im Namen des Hospizvereins Steiermark sagen wir Danke für Ihr "Da Sein" für die Hospizidee. Wir wünschen Ihnen eine fried- und freudvolle Advent- und Weihnachtszeit sowie alles Gute für das neue Jahr!
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Jeder kann etwas für die Hospizarbeit tun!
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Sie können den Hospizverein Steiermark auf verschiedene Weise unterstützen: Sie können spenden, Förderer werden oder eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem unserer 32 Hospizteams in der Steiermark aufnehmen.
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