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Hospiz jetzt auch im Vinzidorf

Dass Obdachlose ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung verbringen können, ist keine Selbstverständlichkeit. Mit dem österreichweit ersten Hospiz für Obdachlose, das im April in Graz offiziell eröffnet wurde, wird nun genau das möglich. Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Kirche und sozialen Vereinen begrüßte einhellig das Projekt.

vlnr: F. Fastner, C. Lagger, W. Krautwaschl, M. Santner, B. Holzmann, H. Schützenhöfer und S. Nagl bei der Eröffnung des neuen Hospizes © Gerd Neuhold / Sonntagsblatt

Ein Zeichen der Menschlichkeit
„Wir sind Alkoholiker, leider. Und wir haben nichts. Darum sind wir umso dankbarer, dass wir im Vinzidorf leben dürfen. Jetzt können wir auch bis zum Schluss hierbleiben“, brachte es ein Vinzidorf-Bewohner auf den Punkt. Als ein „sichtbares Zeichen der Menschlichkeit und Herzenswärme“ bezeichnete Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer den Bau in seiner Eröffnungsrede. Das Projekt, eine Initiative des Konvents der Elisabethinen in Graz, wurde durch die Anton Paar GmbH finanziert.

Betreuung rund um die Uhr
Zwei Betten stehen in der Hospizstation zur Verfügung, die Betreuung geht rund um die Uhr. Die Pflege übernehmen Pflegekräfte der Palliativstation des Elisabethinen-Krankenhauses in Graz. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen des Hospizteams Graz sind täglich zur Unterstützung vor Ort. Sie begleiten, lesen vor, hören zu und schenken Zeit.