HERZENSHÄNDE
Berührung ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen und eine lebenswichtige Kommunikationsform. Im März 2018 konnten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Hospizteams Deutschlandsberg einen Fortbildungstag der besonderen Art erleben.

Ingrid Huber, Körper und Ausdruckstrainerin sowie Lehrtrainerin für Integrative Körperarbeit und Dipl. Musik- und Bewegungspädagogin, vermittelte den TeilnehmerInnen die Bedeutung der heilsamen Kraft von achtsamer Berührung. Auch wenn pflegerische Tätigkeiten nicht zum Aufgabenbereich der HospizbegleiterInnen gehören, so ist doch eine spontane, herzliche und ehrliche Berührung oftmals von großer Wichtigkeit.
Die heilsame Kraft achtsamer Berührung
Eine Selbsterfahrungsübung umfasste das Berühren mit „lauschenden Händen“. Bei der Auseinandersetzung mit einem Gegenstand – in diesem Fall war es ein Stein – wurden verschiedene Blickwinkel erarbeitet. Es war ein gefühlvolles Einlassen auf Details und Feinheiten, vergleichbar mit der erforderlichen Sensibilität bei einer Hospizbegleitung. Ein besonderes Augenmerk richtete die Trainerin auch auf passende Berührungen, auf Raumgeben und Raumhalten sowie auf die Wichtigkeit des abschließenden „Danke“.
Am Ende des Seminars erklang, von Ingrid Huber mit der Gitarre begleitet, nochmals ein kraftvoll gesungenes „Hayowey“ („Feiert die Schöpfung“). Dabei war nicht nur die Verbundenheit der TeilnehmerInnen, sondern auch die Freude über diese gelungene Fortbildung spürbar.
Christa Stelzl