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20 Jahre Hospizteam St. Stefan ob Stainz

160.000 gefahrenen Kilometer für 1.100 Menschen um sie in mehr als 220.000 Stunden liebevoll zu begleiten, zu trösten, für sie da zu sein. Das ist die beeindruckende Bilanz des Hospizteams St. Stefan ob Stainz für die vergangenen 20 Jahre. Grund genug dies alles bei einem Fest ausgiebig zu feiern und vor allem den vielen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken.

Das Maß aller Dinge ist der Mensch
Im September 2018 hatte das Hospizteam St. Stefan ob Stainz aus Anlass des Jubiläums ins Stieglerhaus in St. Stefan geladen. Durch das feierliche Programm führte souverän und mit viel Herz Bezirkshauptmann Helmut Theobald Müller, Hospizpate der beiden Deutschlandsberger Teams. „Das Maß aller Dinge ist der Mensch“ betonte Maria Moser, Gründungsmitglied des Teams, in ihrem Rückblick. In sehr persönlichen Worten berichtete sie nicht nur vom Entstehen und Werden des Hospizteams aus der Betreuungsgruppe St. Stefan, sondern auch über die Anfänge und die Entwicklung der einzigen „offenen Trauergruppe“ in der Steiermark. In den vergangenen Jahren fanden in dieser Gruppe mehr als 150 Trauernde die Möglichkeit, ihrem Schmerz Ausdruck zu verleihen, eingebettet in professionelle und psychologische Begleitung.

Besondere Anerkennung
Mit besonderer Freude begrüßte die Geschäftsführerin des Hospizvereins Steiermark, Sabine Janouschek, die Teamgründerin Lore Oberbichler und den supervisorischen Begleiter Paul Benedek, der bis zum Vorjahr auch die Leitung der Trauergruppe innehatte. Beide wurden für ihre einzigartige Pionierarbeit geehrt. Dank, Anerkennung und Wertschätzung für die Hospizarbeit allgemein und alle, die im Team mitgearbeitet haben wurden auch von Hospizpate BH Helmut-Theobald Müller und Bürgermeister Stephan Oswald sowie von Sabine Janouschek und Ute Dolnicar als Vertreterinnen des Hospizverein Steiermark zum Ausdruck gebracht.

Unterhaltsames Programm
Das Rahmenprogramm gestalteten ausschließlich Mitwirkende aus dem Ort St. Stefan ob Stainz. Der Singkreis St. Stefan hat die Feier musikalisch begleitet. Die beiden Autorinnen Maria Ortner und Ingeborg Wölkart leisteten mit ihren berührenden und humorvollen Darbietungen zum stimmigen Ambiente einen wesentlichen Beitrag. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch das wunderbare, von den HospizmitarbeiterInnen arrangierte Buffet. Es trug auch dazu bei, dass die Gäste nach dem offiziellen Teil noch Zeit zum Verweilen, zum Austausch und zur Begegnung fanden.

Ausklang
„Begleiten, mittragen, zuwenden, aushalten, mitgehen, zuhören, trösten, achtgeben, dabeibleiben – das sind viele Ausformungen der Grundhaltung von Hospiz. An diesem Nachmittag war sie für alle Anwesenden spürbar!“

Ruth Mayer