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Benefizkonzert des Beat Club Graz

Gerhard Koch, Landesdirektor des ORF Steiermark und BEAT CLUB GRAZ- Urgestein, im Interview über seine Leidenschaft, die Endlichkeit des Lebens und die Kraft der Musik

Durch welchen Impuls kamen Sie und Ihre Bandkollegen auf die Idee, das heurige Benefizkonzert dem Hospizverein Steiermark zu widmen?
Der Impuls kam von der Holding-Graz-Vorstandsdirektorin Barbara Muhr, die sich auch im Hospizverein sehr engagiert. Sie hat von unserer Band gehört und befunden, dass wir ein passendes Musikprogramm für die „Party des Lebens“ liefern können. Von da an war es bei einem Treffen mit Peter Pilz, dem Obmann des Hospizvereins, nur mehr ein kurzer Schritt bis zur Terminfindung.

Wie finden Sie neben Ihrem Berufsalltag als ORF-Landesdirektor der Steiermark Zeit, auch ehrenamtlich tätig zu sein?
Das fügt sich in diesem Fall sehr gut zusammen, da die Musik seit der Kindheit meine große Leidenschaft ist und ich vor rund zehn Jahren noch einmal die Chance bekommen habe, in einer so tollen Formation wie BEAT CLUB GRAZ mitzuspielen. Daher ist damit kein zusätzlicher, großer Probenaufwand verbunden.

Welche Chance sehen Sie in der „Endlichkeit des Lebens“?
Für religiöse Menschen verbindet sich damit die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Für alle anderen bedeutet es: „Carpe Diem“, „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.“ Leben können wir an jedem Tag, sterben nur an einem. Das sollte die Botschaft sein.

Haben Sie für unsere LeserInnen und HospizbegleiterInnen einen Tipp, wie man Musik in die Sterbebegleitung integrieren kann?
Wer Musik sein Leben lang geliebt hat, wird sie auch in seinem letzten Lebensabschnitt nicht missen wollen. Musik hat eine enorme Kraft, sie kann beruhigen, motivieren und Kraft geben.
Foto© ORF