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Jugend engagiert sich für den Hospizverein

Was bringt 18-jährige Schülerinnen auf die Idee, ein Projekt zugunsten des Hospizvereins Steiermark ins Leben zu rufen? Jana und Jasmin, Sabine und Ulrike, vier Schülerinnen der HLW Sozialmanagement Graz (Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe), berichten über ihre Motive, die Ziele des Projektes, Stolpersteine bei der Umsetzung und ein tolles Endergebnis. 

v.l.: Jasmin, Sabine, Jana und Ulrike

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Spendenprojekt gerade zugunsten des Hospizvereins zu initialisieren?
Jasmin: Ich habe mein unterjähriges Praktikum auf der Palliativstation im Landeskrankenhaus Leoben gemacht. Da bin ich draufgekommen, dass der Tod in der Gesellschaft ungern angesprochen und eher verdrängt wird. Danach haben wir überlegt, was wir tun können, um das zu ändern und wie wir das umsetzen.
Ulrike: Palliativ- und Hospizarbeit werden auch oft verwechselt, da wollten wir ein Zeichen setzen. Außerdem hat meine Mutter die Hospizausbildung. Sie hat uns dann gefragt, ob wir nicht etwas für den Hospizverein tun möchten. Der erste Plan war, ein Lichtermeer am Hauptplatz zu veranstalten.
Aber da waren die bürokratischen Hindernisse dann doch zu hoch.

Wie ging es dann weiter?
Sabine: Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Hospizverein hat es ein Treffen mit Sabine Janouschek (Geschäftsführerin des HV Steiermark – Anm. der Red.) gegeben. Da ist die Idee entstanden, etwas mit der Herz Jesu Kirche zu machen.
Ulrike: Unser Ziel war, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, dass Tod kein Tabuthema sein soll. Im Gespräch mit der Pfarre haben wir dann vereinbart, dass wir einen Gottesdienst mitgestalten werden. Und Kerzen sollten in jedem Fall dabei sein, das wollten wir unbedingt.
Jasmin: Wir haben Teelichter auf Sterne geklebt und die dann in einer Samstagabendmesse nach der Kommunion angezündet. Nach der Messe haben wir die Teelichter an die Besucherinnen und Besucher verschenkt und gleichzeitig um eine freiwillige Spende zugunsten des Hospizvereins gebeten.

Wie haben die Menschen reagiert?
Sabine: Ganz positiv! Die Leute haben sich sehr gefreut und es sind 152,– Euro zusammen- gekommen.

Was nehmt Ihr aus dem Projekt für euch mit?
Jana: Es war einfach cool im Team zu arbeiten. Am Anfang war es mühsam, aber dann hat eigentlich alles funktioniert.
Sabine: Wir haben gelernt, gemeinsam Hürden zu nehmen und Lösungen zu finden. Auch bei mir persönlich hat sich etwas verändert. Wir haben mehr Feingefühl entwickelt.
Ulrike: Wir haben uns während des Projekts schon mit Tod und Sterben auseinandergesetzt.
Wir sind offener geworden für dieses Thema und sprechen jetzt auch leichter darüber.
Jana: Wir können das auch anderen empfehlen und wir würden das jederzeit wieder tun!