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Ein besonderes Zeichen der Mitmenschlichkeit

Bereits zum siebenten Mal wurde im Oktober im Schloss St. Martin ausgewählten Pflegeeinrichtungen in der Steiermark das Hospizgütesiegel verliehen. Sie werden damit für ihre Bemühungen ausgezeichnet, die Betreuung noch einfühlsamer zu gestalten und ganz auf die speziellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner auszurichten.

Die Steiermark ist seit 2010 an der Umsetzung des Projektes „Hospiz und Palliative Care in Pflegeheimen (HPCPH)“ nach österreichweit gültigen Kriterien des Dachverbandes Hospiz Österreich beteiligt. Hierfür haben die Pflegeheime die Vorgabe, mindestens 80% aller MitarbeiterInnen aus allen Berufsgruppen des Hauses nach bundesweit einheitlichen Standards ausbilden zu lassen. Bereits mehr als ein Viertel aller Pflegeeinrichtungen in der Steiermark nehmen an diesem Projekt teil. Die Verleihung erfolgt zunächst für fünf Jahre, danach gibt es eine Rezertifizierung.

„Es ist ein ganz besonderer Tag, wenn wir Pflegeeinrichtungen mit dem Hospiz-Gütesiegel auszeichnen können“. Mit diesen Worten eröffnete Peter Pilz, Obmann des Hospizvereins Steiermark, seine Begrüßungsrede. Er zeigte sich sehr beeindruckt von den Leistungen der Steirerinnen und Steirer und würdigte das Engagement der Häuser und Ihrer MitarbeiterInnen, denn wie er sagte: „Das Gütesiegel bekommt man wirklich nicht geschenkt!“
Projektleiterin Monika Benigni präsentierte eindrucksvolle Zahlen zum Projekt. Bis dato nahmen 58 Häuser von 13 Trägerorganisationen am Projekt HPCPH teil. 46 Pflegeeinrichtungen haben das Hospiz-Gütesiegel bereits verliehen bekommen und acht Häuser wurden 2019 zum ersten Mal rezertifiziert. „Diese Zahlen sind besonders imponierend, wenn man bedenkt, welchen Herausforderungen sich die MitarbeiterInnen der Häuser tagtäglich stellen müssen, und welche Leistungen sie dabei erbringen. So gibt es beispielsweise Heime mit BewohnerInnen, die zu über 60% an demenziellen Erkrankungen leiden“ berichtete Benigni.
Landtagsabgeordnete Barbara Riener stellte in Ihrer Festrede die Achtsamkeit ins Zentrum „Die Achtsamkeit, die da ist, muss uns alle verbinden“ betonte sie. Wichtig sei es „hinzuspüren, aber auch Zeit dafür zu haben und, dass man wertgeschätzt wird, in dem was man tut.“ Sehr erfreut zeigte sie sich auch über die ersten Rezertifizierungen und den Willen der Häuser, die Qualität halten zu wollen. Denn, so meinte sie: „Die Qualität zu halten ist oft schwieriger als diese zu erreichen. Reflektieren, hinschauen und hinspüren – der Balanceakt aus diesen 3 Punkten ist die Herausforderung. Und eben diese Kunst haben die Häuser gemeistert.“
Bei der Verleihung des Gütesiegels ließ es sich Obmann Dr. Peter Pilz nicht nehmen, dieses gemeinsam mit Monika Benigni den VertreterInnen der dreizehn Häuser zu überreichen. Mit den Worten: „Bleiben Sie uns auch weiterhin verbunden“ wünschte er allen Beteiligten noch eine stimmungsvolle Feier. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung in bereits bewährter Manier mit besinnlichen Gitarrenklängen der Musikprofessoren Elisabeth und Heinz Irmler.

13 Pflegeeinrichtungen erhielten heuer das Hospiz-Gütesiegel:
Caritas der Diözese Graz Seckau:
Pflegewohnhäuser Leoben, Graz St. Peter, Graz Straßgang
Pflege mit Herz:
Kastanienhof Groß St. Florian, Kirschenhof Seiersberg-Pirka, Ulmenhof Peggau
Privater Betreiber:
Stessel Wohngemeinschaft PLUS, Unterpurkla
Volkshilfe Steiermark Gemeinnützige Betriebs GmbH:
Seniorenzentren Bärnbach, Eisenerz, Köflach, Neudau, Pöllau, Vordernberg