Ukrainischer Kammerchor begeistert in Deutschlandsberg

Bürgermeister Josef Wallner konnte bei dieser Wohltätigkeitsveranstaltung als Hausherr zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Hospizpate Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller war nicht nur der Initiator und Mitorganisator des Konzertes, er führte auch als Moderator einfühlsam durch das Programm.
Unter der Leitung von Dirigentin Natalia Samokishyen boten die 19 Sängerinnen und Sänger von „Legenda“ beeindruckende Virtuosität: Zunächst geistliches Liedgut aus verschiedenen Epochen und nach der Pause ukrainische Volkslieder. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit Beifallsstürmen. Delegationsleiter Jaroslaw Lopuschanskyj brachte den ZuhörerInnen mit berührenden Worten das tragische Schicksal vieler GalizierInnen näher, die im Herbst 1914 als mögliche russische Kollaborateure in das Zivilinternierungslager Thalerhof verschleppt worden waren. Aus diesem dunklen Kapitel der k.u.k. Kriegsgeschichte ist jedoch seit 2012 eine starke völkerverbindende Brücke zwischen Galizien und der Steiermark entstanden.
Im Anschluss präsentierte Hospizpate Helmut-Theobald Müller die Hospizarbeit. Die Leiterinnen der beiden Hospizteams, Barbara Weber und Ruth Mayer bedankten sich bei der Dirigentin mit einer Auswahl heimischer Spezialitäten und mit einem guten Tropfen bei Franz Flori, Leiter der Steiermärkischen Sparkasse Deutschlandsberg, der die beiden Hospizteams seit Jahren als großzügiger Sponsor unterstützt. Der erstmalig durchgeführte Hospiz-Bücher-Bazar war ein voller Erfolg, hunderte der angebotenen Bücher fanden interessierte neue LeserInnen.