Begleitung in Corona-Zeiten

Katharina Wolf, Mitglied des Hospizteams Admont Gesäuse, besuchte regelmäßig eine an Demenz erkrankte Dame im Pflegeheim St. Benedikt in Frauenberg bei Admont. Als mit dem Lockdown auch das Besuchsverbot kam, durfte Katharina Wolf von einem Tag auf den anderen nicht mehr zu ihr. Telefonieren war aufgrund des Gesundheitszustandes nicht möglich, umso wichtiger wären persönlicher Kontakt und Ansprache gewesen.
„Die Vorstellung, allein in einem Zimmer zu sitzen und niemand kommt, um mich zu trösten oder in den Arm zu nehmen, war für mich sehr schlimm“ erzählt Katharina Wolf. „Was passiert, wenn ich traurig bin oder verzweifelt, und niemand kommt, um mich zu trösten und mir zu sagen, dass diese Situation bald vorbei sein wird?“ Einmal konnte Katharina Wolf Frau M. noch auf der Palliativstation besuchen. „Sie hat sich so gefreut und ist am Ende ruhig und entspannt eingeschlafen! Einige Tage später dann für immer. Abstand halten und keinen Kontakt haben war auch für uns Begleiterinnen eine schwierige Zeit. Ich würde mir mehr Eigenverantwortung und ein bisschen weniger Angst wünschen“, so Wolf.