Ein ganzes Jahr für Sternenkinder
Es geschieht, dass eine kleine Seele die Erde nur streift. Ihr Ankommen und Gehen fallen in eins. Für diese fehl- und totgeborenen Kinder gibt es seit mittlerweile 20 Jahren in Graz und Judenburg die Möglichkeit von sogenannten Sammelbestattungen. In dieser Zeit seit 2006 wurden an den beiden Gedenkstätten insgesamt 2.357 Sternenkinder beigesetzt. Die Gedenkfeier und Beisetzung der Kinder wird dabei von der Katholischen und Evangelischen Kirche in Zusammenarbeit mit Krankenhausseelsorger*innen und Hebammen, den Bestattungen sowie der Plattform „Wenn Lebensanfang und Lebensende zusammenfallen“ des Hospizvereins Steiermark gestaltet.
Leiterin Beate Reiß: „Es geht bei den Sammelbestattungen darum, Sternenkindern einen Platz zu geben. Einen Platz ganz individuell in den Herzen ihrer Lieben, denn dort haben sie auf jeden Fall Spuren hinterlassen. Die Gedenkstätten schaffen aber auch einen Ort, an dem man zum Trauern und Gedenken verweilen kann. Mit den Sammelbestattungen wird zudem ein Zeichen für die Gesellschaft gesetzt, diese Trauer zu achten und zu respektieren. Die Tiefe und Intensität von Trauer hat nämlich nichts damit zu tun, wie alt oder jung jemand war – ob wir auf einen Hauch von Leben blicken oder auf ein lange Jahre gelebtes Leben.“
Am 15. April gibt es anlässlich 20 Jahre Sammelbestattung eine Gedenkfeier im Zeremoniensaal am Urnenfriedhof in Graz – unter anderem mit Vertreter*innen verschiedenster Glaubensgemeinschaften.
Zusätzlich werden das gesamte Jahr hindurch thematische Schwerpunkte zu diesem Thema gesetzt, mit Aktionstagen, Workshops, Erzählcafés usw.
Aktuelle Termine finden Sie laufend auf unserer Website.
